Zum Start von Vikings: Valhalla – Die besten Filme und Serien über Wikinger auf Netflix

Die Ära der Wikinger liefert jede Menge Material, aus dem sich Drehbuchgold spinnen lässt. Stammesrivalitäten bis hin zu Blut-sprudelnden Fehden und Plünderungsfeldzügen. Eine unaufhörlich faszinierende Mythologie. Ein, nennen wir es mal aufs Wesentliche konzentriertes Zusammenleben, in dem man auch in Sachen Zwischenmenschlichkeit schnell auf den Punkt kommt. Ein schier unerschöpfliches Met-Horn an Action, Thrill und Drama. Aber auch ein tolles Sujet für Comedy und sogar Kinder-Formate. Die Wikinger liefern einfach Geschichten für alle möglichen Genres. Gerade eben startete mit Vikings: Valhalla das Spin-off der erfolgreichen Vikings-Saga. Aber daneben gibt es auf Netflix noch einiges mehr an sagenhaften Formaten aus dem hohen Norden zu entdecken.

Vikings (2013-2020)

Die erfolgreichste Wikingerserie der Welt und auch das Format, das das Thema der kriegerischen Nordmänner wieder populär gemacht hat, ist Vikings. Als das Historienabenteuer um den legendären Wikingeranführer Ragnar Lodbrok (Travis Fimmel) 2013 an den Start ging, hatte wohl niemand mit dem immensen Erfolg der Serie gerechnet. Doch sie ging durch die Decke, und zwar sechs Staffeln lang. Die permanente Weiterentwicklung der Figuren und auch ihr gelegentliches, allzu menschliches Scheitern machen die Serie so faszinierend. Von den tollen Darstellern, dem Einblick in diese fremde, vergangene Welt und der authentisch wirkenden Kulisse ganz zu schweigen.

Vikings: Valhalla (2022)

Der Titel lässt eine Weiterführung der erfolgreichen Vikings-Saga vermuten, aber das stimmt nur bedingt. Denn Vikings: Valhalla erzählt die Geschichten um Ragnar Lodbrok nicht weiter, sondern funktioniert eher als Spin-Off. Zeitlich spielt Vikings: Valhalla etwa 100 Jahre später (im frühen 11. Jahrhundert) und damit in einer Zeit, in der sich die Ära der Wikinger langsam dem Ende neigt. Das ermöglicht neue, spannende Handlungsstränge. Denn die Wikinger um Leif Erikson (Sam Corlett) müssen sich nun in einer sich ständig wandelnden Welt permanent neu behaupten – und das mindestens drei Staffeln lang.

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The Last Kingdom (2015-heute)

Die britische Erfolgsserie The Last Kingdom hat es bereits auf vier Staffeln gebracht – und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Die Serie fußt auf der Romanreihe Die Uhtred-Saga von Bernard Cornwell und erzählt die Geschichte von Uhtred (Alexander Dreymon), der als Kind aus dem angelsächsischen Königreich England von Wikingern entführt und anschließend von ihnen großgezogen wird. Als Uhtred erwachsen ist, wird sein Ziehvater Ragnar ermordet. Er flieht zurück nach England und erhebt dort den Anspruch, ein so genannter Ealdorman zu werden. Dafür tut er sich mit dem König von Wessex zusammen. Als sie schließlich von Wikingern angegriffen werden, trifft Uhtred auf alte Bekannte und Freunde – und muss sich für eine Seite entscheiden.

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Norsemen (2016-2020)

Einen eher komödiantischen Ansatz verfolgt die norwegische Serie Norsemen. Über drei hochwitzige Staffeln hinweg wird die Geschichte eines Wikingerdorfs im Jahr 790 in Norwegen erzählt. Die Probleme der damaligen Zeit werden auf absurde Weise aufgearbeitet und sind, man glaubt es kaum, unseren heutigen gar nicht so fremd. Die Wikinger in Norsemen spielen geschickt mit den bekannten Klischees, werden auf unterhaltsame Weise überzeichnet, schrecken aber auch vor rigoroser Blutrünstigkeit nicht zurück. So wie in Norsemen hat man Wikinger jedenfalls noch nie zuvor auf dem Bildschirm gesehen.

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Wickie und die starken Männer (2009)

Der bekannteste Wikinger von allen stammt unbestritten der aus der Feder des schwedischen Schriftstellers Runer Jonsson. Vor allem kennt man ihn gezeichnet vom Karikaturisten Ewert Karlsson: Wickie. Nachdem Wickie 1963 in dem Buch Wickie und die starken Männer das Licht der Welt erblickte, begann für ihn ein weltweiter und bis heute anhaltender Siegeszug der Popularität. Vor allem als Hörspiel und Trickfilmserie hat Wickie ganze Generationen geprägt. Logisch also, dass irgendwann auch ein Spielfilmabenteuer folgen musste. 2009 war es dann soweit. Unter der Regie von Michael Bully Herbig gab Jonas Hämmerle den Wickie – der auch hier gänzlich anders ist als alle anderen Wikinger. Während die Nordmänner alle stark, laut und impulsiv sind, besteht Wickie sämtliche Abenteuer vor allem durch Zurückhaltung und ganz viel Cleverness. In kleinen Nebenrollen tritt in Wickie und die starken Männer das Who is who der deutschen Schauspielelite auf: von Jürgen Vogel bis Christoph Maria Herbst, von Hannah Herzsprung bis Nora Tschirner.

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Wickie auf großer Fahrt (2011)

Mit Wickie auf großer Fahrt gab es nur wenige Jahre später einen Nachfolger zu Wickie und die starken Männer. In diesem Film, übrigens die erste deutschsprachige Real-3D-Produktion überhaupt, muss Wickie seine Führungsqualitäten unter Beweis stellen. Nachdem sein Vater Halvar (Waldemar Kobus) entführt wird, muss Wickie im Wikingerdorf die Anführerrolle übernehmen – und natürlich seinen Vater befreien. Das Erfolgsrezept von Wickie auf großer Fahrt entspricht dem des Vorgängers: Familienfreundliche Unterhaltung, in der mit Christian Ulmen und Elyas M’Barek wieder einige namhafte Schauspieler*innen auftauchen.  

Die Wikinger (2015)

Die Doku-Serie Die Wikinger widmet sich den historischen Hintergründen der kampferprobten Nordmänner und -frauen. So unterhaltsam die gängigen Klischees auch sind, sie sind letztendlich doch etwas einseitig. Die Wikinger waren mitnichten nur gefürchtete Krieger und mordlüsterne Barbaren, sondern auch Händler, Forscher und Entdecker. Es gibt hier Einblicke in die geschichtlichen Ursprünge der Wikinger, Darstellungen ihrer Waffenschmiede- und Schiffsbaukunst und einen Überblick über all die Gebiete, in die sie mit ihren Schiffen seinerzeit vorgedrungen sind.

Die Frauen der Wikinger (2014)

Die fiktionale Aufarbeitung der Wikinger-Ära erzählt leider viel zu oft eine rein männliche Perspektive. Umso wohltuender ist diese überfällige zweiteilige Dokuserie, die sich der nicht zu vernachlässigenden Rolle von Frauen in den Reihen der Wikinger annimmt. In Die Frauen der Wikinger wird so manches aufgearbeitet, das man in der Form wohl weder erwartet noch vermutet hätte. Zum Beispiel, dass die Wikingerinnen beachtliche Beiträge zur europäischen Geschichte und Frauenbewegung geleistet haben.

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Netflixwoche Redaktion