Zum Start von The Adam Project: Das Beste von Ryan Reynolds auf Netflix

Ryan Reynolds einen Schauspieler zu nennen, ist fast schon ein Understatement. Schauspielendes Phänomen trifft es da schon eher. Reynolds ist 45 Jahre alt. Seit dreißig Jahren steht er vor der Kamera. Seine ellenlange Filmografie lässt nur eine Diagnose zu: Workaholic. In den vergangenen drei Jahrzehnten gab es kaum ein Jahr, in dem nicht mindestens ein Film mit ihm erschienen ist, die Regel sind eher zwei oder drei Produktionen pro Jahr. Beliebig ist er bei der Wahl seiner Rollen aber dennoch  nicht. Reynolds ist ein Gütesiegel, seine meist actionreichen Filme sind mit großer Regelmäßigkeit Kassenschlager. 

Erfolg als Normalzustand. Anderen würde das zu Kopfe steigen. Nicht so dem Kanadier. Der ist verbriefter „sexiest man alive“ (laut People’s Magazine 2010), aber grundsätzlich erstmal Sympathieträger der nahbaren Sorte. In Hollywood zählt üblicherweise ja nur den schönen Schein der Perfektion. Dieser Illusion begegnet Reynolds mit einer bodenständig-natürlichen Art und einer beruflichen Laufbahn, die ebenfalls nicht immer perfekt verlief. 

Bereits in der High School besuchte er einen Schauspielkurs – und fiel durch. Sein damaliger Lehrer dürfte sich mittlerweile für die Fehleinschätzung schämen, spätestens seit Reynolds 2016 mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame verewigt wurde.

Anscheinend wurde Reynolds auch nicht als Sexsymbol geboren. In Interviews gab er zu Protokoll, ein absoluter Spätzünder gewesen und immer wieder bei den Damen abgeblitzt oder noch nicht einmal beachtet worden zu sein. Aber das sind Probleme von gestern. Reynolds ist mittlerweile glücklich mit seiner Schauspielkollegin Blake Lively verheiratet. Die beiden haben drei gemeinsame Kinder. Es ist Reynolds zweite Ehe. Den ersten Versuch startete er mit der ebenfalls nicht ganz unbekannten Scarlett Johansson.

Lively lernte er übrigens am Set der Comicverfilmung Green Lantern im Jahr 2011 kennen. Eine Produktion, die bei den Kritiker*innen durchfiel, nicht zuletzt wegen Reynolds Performance. Da traf also einer seiner größten privaten Glücksmomente auf einen beruflichen Tiefpunkt. Inzwischen ist seine Karriere aber eher eine Aneinanderreihung von Highlights. Das belegt auch diese Liste: Das Beste von Ryan Reynolds auf Netflix.

Red Notice (2021)

Ryan Reynolds, Dwayne Johnson, Gal Gadot – was bereits auf dem Papier nach einem absoluten Selbstläufer klingt, entpuppte sich Ende letzten Jahres auch anhand der Streamingzahlen als Blockbuster. Die Heist-Komödie Red Notice ist einer der erfolgreichsten Netflix-Filme aller Zeiten. Nach dem Start ging es in 90 Ländern auf Platz eins der Netflix-Charts. Es geht hier um den FBI-Agenten John Hartley (Dwayne The Rock Johnson), der die berüchtigten Kunsträuberin Sarah Black aka Der Läufer (Gal Gadot) festnehmen will. Doch Hartley realisiert schnell: Alleine hat er keine Chance. Black ist ihm stets zwei Schritte voraus. Also tut er sich notgedrungen mit dem Meisterdieb Nolan Booth (Ryan Reynolds) zusammen, um ihr auf die Spur zu kommen.

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Safe House (2012)

Und noch so ein hochkarätig besetzter Blockbuster: Safe House aus dem Jahr 2012 mit Denzel Washington, Vera Farmiga, Brendan Gleeson und eben Ryan Reynolds. Der Thriller erzählt, wie der CIA-Neuling Matt Weston (Ryan Reynolds) in einem Safe House in Kapstadt auf den Schwerverbrecher Tobin Frost (Denzel Washington) aufpassen soll. Doch so safe ist das Haus leider gar nicht. Eine Verbrecherbande hat es auf Frost abgesehen und stürmt den Unterschlupf. Weston bleibt nichts anderes übrig, als sich mit Frost zusammenzutun und sich und den Häftling an anderer Stelle in Sicherheit zu bringen.

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R.I.P.D. - Rest in Peace Department (2013)

Auch ein deutscher Regisseur hatte schon mal das Vergnügen, mit Ryan Reynolds zu drehen: Robert Schwentke. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören Tattoo, Flightplan mit Jodie Foster und RED – Älter, Härter, Besser mit Bruce Willis, Morgan Freeman und John Malkovich. In der Fantasy-Komödie R.I.P.D. wird der Polizist Nick Walker (Ryan Reynolds) bei einem Einsatz erschossen – kehrt jedoch als Mitarbeiter des Rest In Peace Department in die Welt der Lebenden zurück, um die Welt vor Dämonen zu beschützen. Klingt verrückt? Ist es auch. Aber auch extrem unterhaltsam.

6 Underground (2019)

Das gleiche trifft auch auf Michael Bays Actionkrimi 6 Underground zu. Sechs anonyme Helden tun sich darin zusammen, um für das Gute zu kämpfen. Der sogenannte One (Ryan Reynolds) ist einer von ihnen. One und sein Team backen keine kleinen Brötchen. Hier werden gleich ganze Nationen von ihren Tyrannen befreit. Ryan Reynolds spielt dabei seine Paraderolle: die des großmäuligen, aber sympathischen Sprücheklopfers. Reynolds bezeichnete 6 Underground einmal als den Michael Bayigsten Film aller Zeiten. Der Film ist eine bombastische Produktion, gesättigt mit Explosionen und rasanten Verfolgungsjagden, aber auch einer gewissen Lust an Gewalt. Man kann Reynolds bei dieser Aussage also getrost zustimmen.

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The Adam Project (2022)

Der aktuellste Ryan-Reynolds-Film ist das langerwartete Sci-Fi-Drama The Adam Project. An der Seite von Mark Ruffalo, Jennifer Garner und Zoe Saldana spielt Reynolds darin den Zeitreisenden Adam, der sein jüngeres Ich besucht, um es vor einem fatalen, noch bevorstehenden Ereignis zu bewahren. Also machen sich beide Adams auf die Suche nach ihrem Vater. Ihre Widersacher*innen lassen nicht lange auf sich warten. Ein Wettrennen um Zeit, Leben und Tod beginnt.

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Netflixwoche Redaktion