So ist die legendäre Tanzszene aus Wednesday entstanden

„Tanzen ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen“, sagt Wednesday Addams. „Neben dem Ausheben von Gräbern, Autopsien und unbehaglichem Anstarren.“ Und wie sie tanzt: In der vierten Folge der Serie erscheint Wednesday natürlich als Einzige im schwarzen Kleid auf dem Rave`n-Ball, während alle ihre Mitschüler*innen weiß tragen, doch vor allem mit ihren exzentrischen Dance Moves zieht sie alle Blicke auf sich.

Wednesday wirbelt durch den Raum, gestikuliert weit mit den Armen und blinzelt bei all dem kein einziges Mal mit ihren großen, schwarzen Augen. Während ihre Mitschüler*innen anfangs noch einen weiten Bogen um sie machen, schließen sich nach und nach immer mehr ihrem Tanz an und fühlen sich ermutigt von Wednesdays typischer Ich-mach-mein-Ding-Haltung.

Wednesdays ungewöhnlicher Tanz hat nicht nur die anderen Party-Gäste in der Serie motiviert, sondern auch TikToker weltweit: Die Szene ging auf den sozialen Medien viral, auf TikTok und anderen Plattformen tanzen junge Menschen Wednesdays Moves nach. Sogar Kim Kardashian und Tochter North West machen mit.

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Das waren die Vorbilder für Wednesdays Tanz

„Wir haben darüber gesprochen, den Tanz choreographieren zu lassen“, erzählt Co-Creator der Serie Miles Millar im Interview mit Tudum. „Und dann meinte Jenna: 'Nein, nein, nein. Ich habe es in meinem Kopf.'“ In einem Tweet verriet Wednesday-Darstellerin Jenna Ortega die Inspiration hinter ihrer Choreographie:

Sioux war die Leadsängerin von Siouxsie and the Banshees, einer einflussreichen britischen Goth-Rock-Band. Der Tänzer und Regisseur Bob Fosse choreographierte den Tanz „The Rich Man's Frug“ in dem Musical Sweet Charity. Und Lisa Loring spielte Wednesday Addams in der Originalserie The Addams Family von 1964.

Die Shuffle-Bewegung ist von der berühmten Szene aus den 60ern inspiriert, in der Wednesday – in dieser Fassung 10 Jahre alt – Butler Lurch das Tanzen beibringt. Die Bewegung, bei der Wednesday ihr Gesicht mit ihren Armen rahmt, erinnert außerdem an eine typische Bewegung von Vater Gomez Addams aus der alten Serie:

Anfangs war sich Jenna Ortega unsicher, wie der Tanz ankommen würde. Noch dazu entstand ihre Choreographie unter erschwerten Bedingungen: Sie erfuhr erst eine Woche vor dem Dreh der Szene, zu welchem Song sie tanzen würde. Außerdem war sie krank – Covid, wie ihr erst später klar wurde. Doch der Tanz wurde ein viraler Hit, und Wednesday überholte sogar die neue Stranger-Things-Staffel als erfolgreichste englischsprachige Netflix-Serie.

Dieser Song läuft während der Szene:

Wednesday tanzt zu Goo Goo Muck, ein Song von 1981 von der Punkband The Cramps mit einprägsamen Gitarren-Riff:

Die Lyrics sind zweideutig: Sie könnten sowohl einen Vampir auf nächtlichem Beutezug, als auch auf einen rastlosen Teenager beschreiben – passen also perfekt zu Wednesday und den Sirenen, Werwölfen und Vampiren auf ihrer Schule. „Well, when the sun goes down and the moon comes up / I turn into a teenage goo goo muck / Yeah, I cruise through the city and I roam the streets / Looking for something that is nice to eat, mmm.“

Auf Social Media wählten die User aber einen anderen Song: Bloody Mary von Lady Gaga. Rhythmus und Text passen hervorragend zu Wednesdays Choreographie. Auch Lady Gaga höchstselbst war begeistert, wie sie in einem Tweet schreibt:

So reagierte der Cast von Wednesday auf die Tanzszene

Für Jenna Ortegas Co-Stars war die Szene überraschend – aber nun ist der Tanz ihre Lieblingsszene in der ganzen Serie, wie sie in einem Behind-the-Scenes-Video erzählen. Auch Percy Hynes White, der Xavier spielte, war begeistert: „Ich könnte mir eine ganze Show nur damit ansehen.“

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Im Drehbuch stand nur: „Wednesday tanzt und Tyler macht es nach“, erzählt Hunter Doohan, der Wednesdays Tanzpartner Tyler spielt. Seine Reaktion auf der Tanzfläche – Schockstarre, die erstaunter Bewunderung weicht – ist seine echte Reaktion auf Jennas Choreographie. Was Regisseur Tim Burton gut gefiel:  „Da werden sich viele Typen gut einfühlen können“, meinte Burton zu Hunter Doohan.

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Netflixwoche Redaktion