The Witcher: Diese Elfen sind anders

Elfen haben lange Haare, noch längere Gliedmaßen und spitze Ohren. Sie sind anmutig und intelligent, unsterblich und weitsichtig. Hüter*innen der Magie und hervorragende Bogenschütz*innen. So oder so ähnlich kennt man die Elfen aus dem High-Fantasy-Genre, geprägt von J.R.R. Tolkien und Herr der Ringe.

Ihre einzige Schwäche: Überheblichkeit. Aber wer würde es ihnen übel nehmen? Sie sind dem Menschen in so ziemlich jeder Hinsicht überlegen… Oder?

Nicht so im Witcher-Universum. Dort verloren die Elfen mit der Ankunft der Menschen in ihrer Welt ihren Platz an der Spitze der Nahrungskette. Die einst prächtigen Städte und Reiche der Elfen gehören längst der Vergangenheit an. Einer goldene Ära, die Zuschauer*innen in The Witcher: Blood Origin in all ihrer Pracht bewundern können.

Dabei sehen sie auf den ersten Blick genauso aus wie die schönen und mächtigen Wesen, die Zuschauer*innen aus dem Genre gewohnt sind. Doch die Menschen in der Welt von Geralt, Ciri und Yennefer scheinen etwas ganz anderes zu sehen, wenn sie die spitzöhrigen Wesen betrachten: einen Feind.

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Der Mensch, die Plage: Die Vorgeschichte der Witcher-Welt

Mit der sogenannten Sphärenkonjunktion trafen Menschen und Elfen im Witcher-Universum erstmals aufeinander. Und Mentalitäten kollidieren. Während die Elfen im Einklang mit der Natur lebten, strebten die Menschen danach, der Natur Herr zu werden. Es kam zum Krieg, den die Elfen letztendlich verloren. Gräueltaten wurden von beiden Seiten begangen.

Ein Grund für die Unterlegenheit der Elfen ist ihre lange Lebensspanne. Was erstmal nach einem gewaltigen Vorteil klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen im Witcher-Universum als ihre vielleicht größte Schwäche. Im Verhältnis zu ihrer Lebenszeit ist die Spanne, in der Elfen fruchtbar sind, sehr kurz. Nur sehr junge Elfen können Kinder gebären. Zu wenig Zeit, um die Geburtenrate stabil zu halten. Zu wenige Geburten, um als Gesellschaft zu überleben.

In der Gegenwart der Geschichte trennt beide Völker nun ein gewaltiger Hass aufeinander. Die Elfen werden unterdrückt. Diejenigen, die sich in die menschliche Gesellschaft integriert haben, sind rassistischen Anfeindungen ausgesetzt. Alle anderen führen ein Dasein abseits der Gesellschaft. Als Banditen, Nomaden oder verzweifelte Freiheitskämpfer, die auch vor dem Mord an Menschenkindern nicht zurückschrecken.

Rassismus ist im Witcher-Universum keine Einbahnstraße: In der Buchvorlage haben die Elfen eine nicht sehr schmeichelhafte Sichtweise auf Menschen. Ihrem Glauben nach wurden sie selbst von Göttern geschaffen. Menschen aber von der Evolution. So ein Mensch ist also ihrer Ansicht nach kaum besser als ein nackter Affen.

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Netflixwoche Redaktion