Merry Christmas: Die neun besten Filme (und eine Serie) für Weihnachten

In ein paar Tagen ist Weihnachten! Das heißt natürlich neben all den Festtagstraditionen auch: Eine ganz besondere Filmsaison beginnt. Allen, die immer noch nicht so recht in Stimmung sind, oder denen das Material für den Movie-Marathon langsam ausgeht, kann hier geholfen werden. Hier kommen die neun besten Weihnachtsfilme (und eine Serie) für maximale Abwechslung. Es wird nostalgisch, fantastisch, emotional, lustig und natürlich immer kurzweilig. Und wenn am Ende die Zeit ausgeht, kann man die Weihnachtsfilmsaison ja problemlos bis Silvester verlängern.  

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (1973)

Fast 50 Jahre nach ihrem Erscheinen ist diese tschechoslowakische Variation der Aschenputtel-Geschichte immer noch der unsterbliche Klassiker unter den Weihnachtsfilmen. Die märchenhaften Bilder, die zeitlos schöne Geschichte und allen voran Hauptdarstellerin Libuše Šafránková, die unter mehr als 2000 jungen Frauen ausgesucht wurde, sorgen zuverlässig für nostalgische Gefühle. Kurioserweise sollte Drei Haselnüsse für Aschenbrödel  ursprünglich im Sommer spielen, aber Probleme mit Personal und Produktion führten zu einer Verschiebung. Darum wurde das Drehbuch einfach auf Winter umgeschrieben. Aschenbrödel beim Sonnenbaden? Nicht Auszudenken.

The Christmas Chronicles  (2018)

Für eine trauernde Familie ist der Zauber von Weihnachten dahin, bis sich die Kinder Kate und Teddy durch ein altes Home-Video inspirieren lassen. Sie nehmen sich vor,  am Heiligen Abend den Weihnachtsmann zu filmen. Ihr Plan geht auf, aber ganz anders als gedacht. Gangster und Verfolgungsjagden, ein Crash mit dem Rentierschlitten und Santa in U-Haft. Hier geht es ordentlich zur Sache. Bis am Ende zu den Klängen von Elvis Presleys „Santa Claus Is Back In Town“ (natürlich) alles gut wird.

Ehrlicherweise konnte man eine gewisse optische Ähnlichkeit von Kurt Russel und dem Weihnachtsmann schon in Tarantinos The Hateful Eight (2015) nicht von der Hand weisen. In The Christmas Chronicles durfte er dann tatsächlich ins Santa-Kostüm schlüpfen und den üppigen Rauschebart anlegen. Nettes Detail: Russels Frau Goldie Hawn hat einen kurzen Auftritt als Mrs. Claus.

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Der Grinch (2000)

In der Verfilmung des Dr. Seuss Kinderbuchbestsellers von 1957 spielt Jim Carrey die biestige, grüne Kreatur, die hingebungsvoll das Nachbarstädtchen Whoville terrorisiert, um den Bewohner*innen das geliebte Fest zu verderben. Schließlich hat er selbst ein tiefsitzendes Festtagstrauma. Der Masterplan: als Weihnachtsmann verkleidet sämtliche Geschenke stehlen. Doch der Grinch hat nicht mit der Warmherzigkeit und Solidarität der Menschen gerechnet. Unter ihnen die kleine Cindy Lou, deren kindliche Lektionen ihm am Ende doch noch das grinchige Herz aufgehen lassen. Ausstattung, Kostüm und Maske haben in diesem knallbunten, überdrehten Spektakel auch nach zwanzig Jahren nichts von ihrem Charme verloren. Alle, die den Film im englischen Original schauen, dürfen sich dazu noch auf Anthony Hopkins als Erzähler freuen.

Buddy – Der Weihnachtself (2003)

Schauspieler Will Ferrell ist voll in seinem Element in dieser herrlich albernen Komödie um Buddy, einen Menschen, der zwischen Weihnachtselfen am Nordpol aufgewachsen ist. Spätestens als er seine „Geschwister“ um drei Köpfe überragt, wird ihm klar: Hier ist etwas faul. So macht er sich schließlich auf nach New York, um seine echte Familie zu finden. Es folgen allerhand Tumult in der großen Stadt, ein nicht so freudiges Wiedersehen mit seinem leiblichen Vater (James Caan) und eine putzige Love-Story mit Kaufhaus-Elfin Jovie (Zooey Deschanel). Kitsch, Slapstick und Klamauk geben sich in Buddy – Der Weihnachtself die Klinke in die Hand und das ist gut so! Die harte Realität hat uns schließlich früh genug wieder.

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Klaus (2019)

Dieser oscarnominierte Animationsfilm aus Spanien erzählt die Vorgeschichte des Weihnachtsmanns Santa Claus. Postazubi Jesper wird von seinem Ausbildervater ins ungemütliche Zwietrachtingen versetzt. Dort muss er eine schier unlösbare Aufgabe erfüllen, um nicht enterbt zu werden. Inmitten der Konflikte rivalisierender Clans soll er das marode Postamt reaktivieren, den Briefverkehr wieder ankurbeln und so das Dorf befrieden. Dabei freundet sich Jesper mit einem weißbärtigen Spielzeugmacher namens Klaus an und Stück für Stück erfahren wir, wie das alles seinen Anfang nahm mit Santa, dem Schlitten, den Rentieren und am Ende auch dem Geist der Weihnacht. Klaus berührt nicht nur mit einer herzerwärmenden Botschaft, sondern auch mit hinreißenden Bildern in einer Vintage-Optik, die an alte Disney-Klassiker erinnert.

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A Very Murray Christmas (2015)

Bill Murray höchstpersönlich soll in einem New Yorker Hotel eine Weihnachtsgala moderieren, aber dank eines Schneesturms bleiben die Gäste aus. Seine PR-Agentinnen mühen sich um Schadensbegrenzung, Chris Rock soll aushelfen, Murray steht kurz vorm Nervenzusammenbruch. Als dann noch ein Stromausfall alles lahmlegt, verlegt sich das Vorhaben auf eine Feier mit dem Hotelpersonal und die Performance zahlreicher Weihnachtshits. A Very Murray Christmas  pendelt zwischen einer Charakterstudie der Kultfigur Murray und schillernder Weihnachtsrevue. Mit dabei im bewährten Star-Ensemble von Autorin und Regisseurin Sophia Coppola: Rashida Jones, Jason Schwartzman, Miley Cyrus, George Clooney, Michael Cera, Amy Poehler, Maya Rudolph und die Band Phoenix, mitsamt Frontmann Thomas Mars (Coppolas Ehemann) als Chefkoch.

Dolly Parton’s Christmas on the Square (2000)

Ein Weihnachtsmusical mit der Musik von Dolly Parton? Ja, bitte! Die stinkreiche Regina Fuller (Christine Baranski) schlägt pünktlich zu Weihnachten in der Heimat auf, um ein ganzes Viertel aus ihren Wohnungen zu werfen und den Bau eines Einkaufszentrums zu ermöglichen. Doch dann erscheint ihr Dolly Parton als singender, perfekt toupierter Engel und der verhärmte Immobilien-Grinch findet seine gute Seele wieder. Das klingt in der Tat ziemlich wild, aber Musicals und Dolly Parton dürfen bekanntlich alles und wer sich darauf einlässt, den erwartet „A Very Dolly Christmas“.

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Zwei Weihnachtsmänner (2008)

Nachdem ihr Flug wetterbedingt nach Bratislava umgeleitet wird, landen Wirtschaftsanwalt Tilmann (Christoph Maria Herbst) und Poolnudelvertreter Hilmar (Bastian Pastewka) unfreiwillig auf gemeinsamer Odyssee in die Berliner Heimat. Das ungleiche Duo produziert in Zwei Weihnachtsmänner Katastrophen am Fließband und wandelt schnell durch den winterlichen Vorhof zur Hölle. Die Nebenrollen im Comedy-Zweiteiler von Autor Tommy Jaud (Vollidiot) spielen ein Weihnachtsmann mit BMW, die Drogenmafia und ein lebensgefährlicher „Hamsterwitz“.

Sissi 1-3 (1955-1957)

Kein Weg führt zu Weihnachten an dem österreichischen Dreiteiler vorbei. Zwischen Heimat- und Historienfilm gibt es hier reichlich Reifröcke, Hofknickse, ein bisschen Wiener Schmäh und natürlich die junge Romy Schneider als rebellische Teenie-Kaiserin Sissi auf Schloss Schönbrunn. Prächtige Ausstattung, herrlich kitschige Landschaftsaufnahmen und eine gute Portion Melodramatik machen die royale Romanze immer noch zu bestem Material für die Rubrik Guilty Pleasure.

Weihnachten zu Hause (2019-2020)

Und zum Schluss noch eine Dramedy-Serie aus Norwegen. Die 30-jährige Krankenschwester und Singlefrau Johanne lässt sich zu einer Notlüge verleiten und muss ihrer Familie beim Weihnachtsessen einen Partner präsentieren. So stürzt sie sich zwischen Arbeit und WG-Leben in Speeddating und Clubnächte, bandelt mal mit einem 19-jährigen Studenten an, mal mit einem Politiker 50+ und auch mal mit ihrer Arbeitskollegin. Fazit? Es bleibt kompliziert. Hauptdarstellerin Ida Elise Broch zeichnet eine vielschichtige Figur mit Witz, Empathie und Selbstironie. Das Leben, Lieben und Leiden dieser Johanne ist dabei so erfrischend zeitgemäß, so amüsant und trotzdem auch tiefgründig erzählt, dass man am Liebsten beide Staffeln Weihnachten zu Hause in einem Rutsch durchschauen will. Und bis hoffentlich irgendwann Staffel drei kommt, träumen wir einfach von Weihnachten in Norwegen.

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Netflixwoche Redaktion