Die zehn besten Filme für Kinder auf Netflix

Wenn es ums Fernsehen bei kleineren Kindern geht, sind Serien oft optimal. Man will die Jüngsten schließlich nicht mit allzu komplexen Geschichten überfordern, und auch die Aufmerksamkeitsspanne ist ausbaufähig. Im Alter ab sechs Jahren sieht das schon anders aus. Da kann man sich an verregneten Sonntagen oder den wundervoll ewigen Nachmittagen zwischen den Jahren durchaus auf dem Sofa einkuscheln und gemeinsam einen Kinderfilm ansehen. Dann – und das ist eigentlich das Wichtigste bei der Sache – können auch die Eltern mal kurz durchatmen... Hier sind zehn Filme, die sich perfekt dafür eignen.

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Chihiros Reise ins Zauberland (2003)

Es ist fast unmöglich, den Zauber des (im wahrsten Sinne des Wortes) fantastischen Animes Chihiros Reise ins Zauberland kurz und bündig auf den Punkt zu bringen. Zu verspielt, zu detailverliebt, zu fantasievoll erzählt der japanische Animationsgroßmeister Hayao Miyazaki seine Geschichte. Darin geht es um die kleine Chihiro, die zusammen mit ihren Eltern einen Tunnel durchquert und sich plötzlich in einer Welt voller Geister wiederfindet. Ihre Eltern werden dann auch noch in Schweine verwandelt. (Das ist die einzige Szene, bei der man den Kindern vielleicht lieber die Augen zuhalten sollte.) Chihiro ist plötzlich auf sich allein gestellt und nimmt all ihren Mut zusammen, um in der neuen Umgebung zu bestehen.

Der Film ist eine kindgerecht erzählte Parabel auf das Erwachsenwerden. Kindern wird liebevoll mitgegeben, dass es sich auszahlt, mutig und selbstständig zu sein. Nicht umsonst hat Chihiros Reise ins Zauberland viele bedeutende Preise gewonnen, darunter den Goldenen Bären und den Oscar.

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Drachenzähmen leicht gemacht (2010)

Im Animationsabenteuer Drachenzähmen leicht gemacht geht es um Hicks, den Sohn des starken Wikingerhäuptlings Haudrauf. Dessen Dorf muss sich permanent gegen Drachen zur Wehr setzen. Also soll auch der ungeschickte Hicks die Drachenjagd lernen. Eines Tages gelingt es ihm tatsächlich, mit Mut und Köpfchen einen Nachtschatten abzuschießen, die gefährlichste aller Drachenarten. Jedoch merkt Hicks, dass der Drache alles andere als ein gefährliches Monster ist, wie ihm seit jeher eingebläut wurde.

Basierend auf der Kinderbuchreihe Hicks der Hartnäckige von Cressida Powell ist DreamWorks dank eines hervorragenden Drehbuchs eine wunderschöne Coming-Of-Age-Geschichte über Ausgrenzung, Freundschaft und das Überwinden von Angst gelungen. Ein Abenteuer, das nicht nur drachenverrückte Jungs und Mädchen begeistert, sondern durchaus auch Erwachsene. 

Mein Freund, der Delfin (2011)

Der elfjährige Sawyer (Nathan Gamble) findet einen verletzten Delfin am Strand, den er Winter tauft. Er bringt ihn in eine nahegelegene Tierklinik, in der Winter glücklicherweise gerettet werden kann. Allerdings: Seine Schwanzflosse muss amputiert werden. Sawyer verbringt fortan jede freie Minute bei Winter und bittet Dr. Ken McCarty (Morgan Freeman), eine Prothese für Winter zu bauen. Die ersten Prototypen funktionieren nicht, zusätzlich gerät die Klinik in Geldnot, als ein Sturm Schäden verursacht. Winters Zukunft steht gleich doppelt auf dem Spiel. Doch Sawyer hat eine Idee. 

Mein Freund, der Delfin beruht auf einer wahren Begebenheit, was die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Mensch und Tier noch wundervoller wirken lässt. Eine warmherzige Erzählung über Freundschaft, Zusammenhalt und tierische Menschlichkeit, mit tollen Darsteller*innen.

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Mein Nachbar Totoro (2007)

Noch ein Zeichentrickfilm von Hayao Miyazaki. Protagonist ist der fluffige Naturgeist Totoro, der sich in einem Wald mit der kleinen Mei und ihrer Schwester anfreundet. Der Plot ist vergleichsweise ereignisarm, lässt den Zusehenden dadurch aber genügend Raum, um sich voll und ganz in die Ängste, die Wünsche und die kindliche Begeisterungsfähigkeit der beiden Mädchen hineinzudenken. 

Mit Fingerspitzengefühl und sorgsamer Beobachtungsgabe bringt Regisseur Miyazaki in Mein Nachbar Totoro die Magie des Alltäglichen näher und erweckt gleichzeitig den Zauber der Natur zum Leben. Ein Film, der mit seiner fantastischen Naivität die eigene Kindheit wieder aufleben lässt.

Die drei Räuber (2007)

Bei Die drei Räuber handelt es sich um eine Zeichentrickverfilmung des gleichnamigen Bilderbuchklassikers von Tomi Ungerer. Es geht darin um die kleine Tiffany, die nach dem Tod ihrer Eltern mit einer Kutsche in ein Waisenhaus gebracht werden soll. Drei Räuber überfallen die Kutsche, sind jedoch sehr enttäuscht, dass sich darin kein Gold, sondern nur das kleine Mädchen befindet. Tiffany wittert ihre Chance, dem Waisenhaus zu entkommen und gibt sich vor den Räubern als Tochter eines reichen Maharadschas aus. Also nehmen die Räuber einfach sie mit – und freunden sich mit ihr an. 

Deutsche Zeichentrickproduktionen können mit amerikanischen und japanischen nur selten mithalten, so ehrlich muss man sein. Die drei Räuber ist hier die Ausnahme. Denn die Macher*innen waren klug genug, sich nicht einfallslos an berühmten Trickfilmvorgängern zu orientieren. Stattdessen haben sie den sehr besonderen Stil und Tonfall der bekannten Vorlage aufgegriffen und zusätzlich mit eigenen Ideen aufgepeppt. Daher: perfekte Familienunterhaltung. 

Shrek – Der tollkühne Held (2001)

In Shrek – Der tollkühne Held vertreibt der böse Lord Farquaad alle Märchenwesen aus Doluc. Die stehen dann kollektiv beim Oger Shrek auf der Türschwelle und suchen Unterschlupf. Der will jedoch lieber seine Ruhe haben und macht einen Deal mit Farquaad: Wenn Shrek die Prinzessin Fiona dazu bringt, den Lord zu heiraten, dürfen die Märchenwesen wieder in ihr altes Zuhause zurück.

Shrek ist ein Klassiker, klar. Vor allem aber ist er unheimlich gut gealtert: Auch in seinem 20. Jubiläumsjahr hat er nichts von seinem Witz und Esprit eingebüßt. Das CGI-Abenteuer ist eine vor Situationskomik und Parodien übersprudelnde Geschichte, die Eltern mindestens genauso viel Spaß macht wie den Kleinen.

In einem Land vor unserer Zeit (1989)

Es beginnt traurig: Der junge Apatosaurus Littlefoot ist nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter auf sich allein gestellt. Vom Rest seiner Herde getrennt, macht er sich auf, das sagenumwobene große Tal zu erreichen. Hier soll es Nahrung im Überfluss geben. Nach und nach schließen sich einige weitere Dinos an. Doch der T-Rex Scharfzahn ist hinter ihnen her.

Was In einem Land vor unserer Zeit ausmacht, ist nicht nur die warmherzige Geschichte über Mut, Zusammenhalt, Willensstärke und Freundschaft, sondern auch die liebevolle Umsetzung. Seinerzeit war der Film hinsichtlich nachempfundener Mimik und flüssiger Bewegungsabläufe bahnbrechend.

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Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (2018)

Michael Endes Kinderbuchklassiker Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer von 1960 hat über die Jahre einige crossmediale Adaptionen erfahren. Unter anderem gab es eine Zeichentrickserie und Verfilmungen mit der Augsburger Puppenkiste. Regisseur Dennis Gansel (Die Welle) hat sich 2018 als erster an eine Realverfilmung gewagt. Die Erwartungen waren groß, doch Gansel machte alles richtig. Er hielt sich dabei sehr eng an die Vorlage. Warum auch nicht? Schließlich ist Michael Endes Buch nicht umsonst zum Klassiker avanciert. 

Es wird die Geschichte von Jim Knopf (Solomon Gordon) erzählt, der als Findelkind auf die Insel Lummerland gelangt. Als Jugendlicher wird er Lehrling beim Lokführer Lukas (Henning Baum). Doch weil der Inselkönig Alfons der Viertel-vor-Zwölfte (Uwe Ochsenknecht) die Lokomotive Emma einmotten will, brechen Lukas und Jim mit ihr in ein aufregendes Abenteuer auf.

Kung Fu Panda (2008)

Der Panda Po träumt davon, ein großer Kung-Fu-Meister zu werden. Tatsächlich arbeitet er jedoch in einer Nudelsuppenküche und ist, um es mal vorsichtig auszudrücken, auch nicht so ganz der sportliche Typ. Durch einen dummen Zufall wird Po dann aber von der Großmeisterschildkröte Oogway zum Drachenkrieger erklärt – und findet sich plötzlich in der Kampfkunstausbildung wieder. 

Mit der technisch überzeugenden Heldengeschichte aus dem Hause DreamWorks ist den Macher*innen ein simples, aber effektvolles Stück über einen Protagonisten gelungen, der über sich hinauswächst. Genau der Stoff also, aus dem Kinderträume gemacht sind. 

Ponyo – Das große Abenteuer am Meer (2008)

Hayao Miyazaki zum Dritten – der japanische Meister des Animes hat einfach so tolle Filme für Kinder produziert, dass man am liebsten jeden einzelnen von ihnen empfehlen will. So auch im Falle von Ponyo – Das große Abenteuer am Meer. Erzählt wird darin das Aufeinandertreffen des Fischmädchens Ponyo und des Menschenjungen Sosuke. Die beiden freunden sich außerhalb des Meeres an. Als Ponyos Vater seine Fischtochter zurück ins Meer beordert, setzt sie magische Kräfte ein, um wieder zu ihrem geliebten Freund Sosuke zurückkehren zu können. Dabei beachtet sie jedoch nicht die gefährlichen Konsequenzen. 

Regisseur Miyazaki wirft Groß und Klein mit unbedarfter Naivität und überbordenden Fantasie in seine kunterbunte (Unterwasser-)Welt und beamt damit auch Erwachsene in die Kindheit zurück.

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Netflixwoche Redaktion