Die besten Weihnachtsfilme für Kinder auf Netflix

An Weihnachten geht es um Traditionen: Vielleicht kommt auf die Tafel am Heiligen Abend immer ein Karpfen, gesungen wird jedes Mal von der stillen Nacht und die Kugeln am Baum schimmern wieder in weihnachtlichem Rot. Doch so schön Traditionen auch sind, ein bisschen Abwechslung schadet nicht. Wir haben deshalb sieben Weihnachtsfilme für Kinder gesammelt, damit sich ihre Eltern nicht zum zwanzigsten Mal Drei Haselnüsse für Aschenbrödel oder Der Grinch ansehen müssen.

Und für alle, die sich doch ein wenig nostalgisch fühlen: Eine neue Version eines Klassikers ist auch dabei.

1. Die Familie Claus (2020)

Was der Weihnachtsmann immer ist: ein liebevoller, alter Mann mit weißem Bart und rotem Mantel, den sich Kinder als Opa wünschen. Aber auch: ein Fremder. Nicht so in der Familie Claus, einer vermeintlich ganz normalen niederländisch-belgischen Familie – mit dem kleinen Unterschied, dass der Opa der leibhaftige Santa Claus ist. Allerdings ist das Geschenke-Verteilen eine Geheimoperation, die er vor der eigenen Familie verheimlichen muss.

Bis Sohn Jules durch einen Zufall eine folgenschwere Entdeckung macht und herausfindet, was sein Opa – mit dem ohnehin schon verdächtigen Namen Noëll Claus – im Dezember tatsächlich in seiner kleinen Werkstatt treibt. Allerdings macht Jules diese Entdeckung genau zur richtigen Zeit: Denn schon bald wird er selbst in die Fußstapfen seines Großvaters treten und die Geschenke auf der ganzen Welt verteilen.

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2. Scrooge: Ein Weihnachtsmusical (2022)

Eine Weihnachtsgeschichte von 1843 klingt für Kinderohren erstmal verstaubt. Ganz und gar nicht die neuste Version von Charles Dickens’ A Christmas Carol: In diesem Musical werden neue Songs gesungen, Animationsfiguren tanzen inmitten der bunten Lichter Londons umher – und die Texte hat auch jede*r vor dem Fernseher ganz schnell drauf: „Glocken klingen, die Menschen singen und schon ist es an der Zeit! Weihnachten voller Fröhlichkeiiiiiit!“

Zwar geht es bei Scrooge: Ein Weihnachtsmusical  auch um den knauserigen alten Mann, der fies zu den Kleinsten ist, Weihnachten hasst und Besuch von Geistern bekommt – doch alles für Kinderaugen und vor allem -ohren gemacht. Kein Humbug!

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3. The Christmas Chronicles (2018)

Hier werden die Wunschlisten an den Weihnachtsmann nicht mehr handschriftlich verfasst und auf das Fensterbrett gelegt, sondern per Videobotschaft versendet. Und auch sonst: In The Christmas Chronicles ist alles ein wenig anders, vor allem Santa höchst persönlich:  Ein älterer Herr mit gut gepflegtem Hipster-Bart, bei dem die Weihnachtsplätzchen nicht ansetzen und der sich darüber aufregt, dass er immer als dicker alter Mann dargestellt wird. Ganz nebenbei hat er noch eine Schwäche für rote Sportwagen und eine unglaubliche Soulstimme.

Wer also weniger nach Konventionen und mehr nach Weihnachten à la 21. Jahrhundert sucht, sollte diesen Film nicht verpassen. Aber natürlich geht auch hier, wie in wahrscheinlich jedem Weihnachtsfilm, am Ende alles harmonisch aus und Weihnachten wird – wie durch ein Wunder, wenn auch ein neumodisches – gerettet.

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4. Klaus (2019)

Ein Weihnachtsfilm ist für einen Oscar nominiert? Klingt erstmal komisch, schließlich sind die Motive doch oft die gleichen: Es geht um Familien, um Kinder, um Santa und meist um die Rettung von Weihnachten – die am Ende natürlich gelingt. Macht einem immer warm ums Herz, aber ist das preisverdächtig? Auf jeden Fall, jedenfalls der spanische Animation-Weihnachtsfilm Klaus vom Regisseur Sergio Pablos.

Die Story ist mal eine ganz andere: Dem unmotivierten Postboten Jesper wird eine Lektion erteilt. Er wird in eine Kleinstadt nördlich des Polarkreises versetzt: Nach Zweitrachtingen, wo sich die verfeindeten Dorf-Clans den ganzen Tag gegenseitig verprügeln. Erst nachdem er 6.000 Briefe bearbeitet hat, wird Jesper wieder heim dürfen. Das Problem ist nur: Verfeindete Dorfbewohner*innen schicken sich keine Briefe. Doch Jesper trifft auf den eigenbrödlerischen Klaus, der in seiner Hütte Spielzeug anfertigt. Gemeinsam mit Klaus schafft Jesper es, das Dorf zu vereinen – und ganz nebenbei die Weihnachtstradition zu etablieren. Klaus war 2020 für einen Oscar als bester animierter Spielfilm nominiert.

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5. Spirit – wild und frei: Weihnachts-Spirit (2019)

Spirit, den wilden Mustang, der mit seiner Herde über die grünen Wiesen des amerikanischen Westens peitscht, ist im Kinderfilm-Universum Kult. Niemand konnte genug von ihm kriegen und deshalb erschien 2017, ganze 15 Jahre nach Veröffentlichung des Original-Films, eine Spirit-Serie mit acht Staffeln rund um den Hengst. Nicht nur das: 2019 dann gab es dazu auch noch ein Weihnachts-Special, Weihnachts-Spirit.

Darin geht es um vergessene Geschenke, lange Heimwege, herabfallende Felsbrocken und Schneestürme. Hört sich erstmal dramatisch an – aber natürlich wird auch bei diesem Weihnachtsfilm am Ende alles gut werden. Und sicher ein bisschen mehr Weihnachts-Spirit in jedem Haus sein.

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6. Angelas Weihnachten (2017)

Angela ist eines von vier Geschwistern einer armen irischen Familie. Obwohl sie selbst keine eigene Jacke hat, kann Angela es am heiligen Abend in der Kirche nicht mit ansehen, wie das Christkind nackt in der kalten Krippe liegt. Also nimmt sie die Figur mit nach Hause, um ihr Wärme zu spenden – was natürlich für Unmut in der Dorfgemeinde sorgt.

Angelas Weihnachten folgt der Logik der kleinen Angela, als wäre es nicht nur ein Film für Kinder, sondern auch von einem Kind. Dabei sieht die Wahrheit anders aus: Frank McCourt, der Autor der Romanvorlage für den Animationsfilmm ist sogar Pulitzer-Preisträger. 1997 gewann er den Preis für sein Buch Die Asche meiner Mutter. Angelas Weihnachten, die animierte Netflix-Adaption seines Buches Angela and the Baby Jesus (Originaltitel), ist ein Kurzfilm, der uns in nur 30 Minuten auf einfühlsame Weise viel über die Bedeutung von Familie erzählt.

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7. Arthur Weihnachtsmann (2011)

Auch ein Weihnachtsmann muss mit der Zeit gehen. Vor allem, wenn hinter ihm ein Familienunternehmen steht, bei dem Vater und Opa Weihnachtsmann das Tagesgeschäft an den Nachwuchs weitergereicht haben. Die mehrfach oscarprämierten Animations-Spezialist*innen von Aardman haben diese Idee mit Arthur Weihnachtsmann in actionreiches Zeichentrickgold verwandelt.

Sohn Steve führt die Geschäfte mit eiskalter und fast militärischer Präzision vom Nordpol aus. So etwas wie ein versehentlich nicht zugestelltes Paket ist für ihn nicht mehr als ein Betriebsunfall. Für seinen jüngeren Bruder Arthur jedoch ist ein unglückliches Kind an Weihnachten eine Katastrophe. Gemeinsam mit seinem grummeligen Opa und der Elfe Bryony plant Arthur eine abenteuerliche Last-Minute-Zustellung – ganz oldschool per Rentierschlitten.

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Netflixwoche Redaktion