Von Attenborough bis Obama – Die besten Naturdokus auf Netflix

„Wirf einen tiefen Blick auf die Natur und du wirst alles besser verstehen“ – das empfahl schon Albert Einstein. Wir brauchen die Natur, umgekehrt sieht das Abhängigkeitsverhältnis ganz anders aus. Umso wichtiger, sich immer wieder vor Augen zu führen, welche Wunderwerke die Natur für den Menschen bereithält, wenn wir sie denn lassen. Die ganz große Bühne dafür, das sind die Nationalparks. 

Mit Unsere wunderbaren Nationalparks startet am 13. April eine neue Dokuserie, die diese prachtvollen Schauplätze mit der Kamera abstreift. Das Format wurde von Ex-US-Präsident Barack Obama produziert, er führt uns auch als Erzähler durch die Landschaften. Ein erster Einblick folgt gleich. Und darüber hinaus gibt es hier ein bildgewaltiges Best-of der faszinierendsten Naturdokus auf Netflix.

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Unsere wunderbaren Nationalparks (2022, 1 Staffel)

Für Präsident Barack Obama hatte der Naturschutz bereits zu Amtszeiten einen höheren Stellenwert als für jeden seiner Vorgänger. Im politischen Ruhestand widmet er sich nun seiner Leidenschaft: der Natur und ihrer Erhaltung. Zusammen mit den Machern von Unser blauer Planet II bereist er in der fünfteiligen Serie die beeindruckendsten Nationalparks auf fünf Kontinenten.

 Von der Hanauma Bay seines Geburtsorts Hawaii aus nimmt uns der Obama zum Auftakt mit zu surfenden Nilpferden in Gabun, tollkühnen Lemuren und grünen Dreifingerfaultieren auf Madagaskar, zu leuchtenden Korallenriffen in Australien oder einer Gorillafamilie in Ruanda. In Folge zwei geht es weiter nach Patagonien, dem weltweiten Eldorado der Nationalparks und einem Ort mit unschätzbarem Wert für unser gesamtes Ökosystem. In weiteren Episoden werden unter anderem Kalifornien, Kenia und Indonesien besucht.

Die Serie lebt vom Witz, Charme und der spürbaren Begeisterung Obamas, aber natürlich vor allem von den spektakulären Bildern, die in oft schwer zugänglichen Regionen mit modernster Kameratechnik eingefangen wurden. Die Serie weitet den Blick über unseren Alltag hinaus und schärft gleichzeitig das Bewusstsein für die  Bedeutung und Wirksamkeit solcher Anlagen, die nicht nur die Klimaerwärmung verlangsamen, sondern auch unzählige Spezies vor dem Aussterben bewahren.

Unsere wunderbaren Nationalparks startet am 13. April exklusiv auf Netflix.

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Die Erde bei Nacht (2020)

Hier erwacht das Leben erst, wenn die meisten schon schlummern. Mit brandneuer Kameratechnik ist es gelungen, in Die Erde bei Nacht einen einzigartigen Blick auf die dunkle Seite im Reich der Tiere und Pflanzen zu werfen. Ob Löwen, Elefanten, Haie oder Fledermäuse, die Kamera ist immer ganz dicht dran bei ihren nächtlichen Unternehmungen. Dabei entstehen atemberaubend schöne Bilder, die kaum jemand je mit eigenen Augen sehen wird. In sechs Folgen geht es über „die Prärie im Mondlicht“, durch „Dschungelnächte“ oder in „dunkle Meere“ und es entfaltet sich jedes mal aufs Neue ein Naturspektakel der anderen Art.

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Bildschöne Welt (2015, 3 Staffeln)

Bildschöne Welt ist die Kooperation von National Geographic und Kamerahersteller Canon – ein Mix aus Doku, Reportage und Reality TV. Die Macher*innen reisen in entlegene Winkel der Welt, immer auf der Suche nach nie dagewesenen Bildern und den spannenden Geschichten dahinter. Das australische Format nimmt die Zuschauer*innen mit in spektakuläre Landschaften, unerforschte Ecken des Tierreichs oder zu indigenen Kulturen. Die Dichte an hochkarätigen Bildern zeigt unseren Planeten oft in einem völlig neuen Licht. Gleichzeitig führt sie uns aber auch seine Vergänglichkeit vor Augen und wirft manch existenzielle Frage zu unserem Zusammenleben auf.

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David Attenborough – Mein Leben auf unserem Planeten (2020)

Keine Bestenliste aus der Natur ohne Sir David Attenborough! Der Großmeister unter den Naturforschern und Tierfilmern wird bald 96 Jahre alt und produziert immer noch fleißig neues Material. Eines seiner neueren Werke ist dieser gut 80-minütige Film, in dem Interviewszenen von Attenborough mit gewohnt spektakulären Naturbildern verwoben werden. Auch kritische Aspekte seines jahrzehntelangen Schaffen werden beleuchtet. Das Kernthema seines Lebens ist der menschengemachte Klimawandel und wie sehr dieser die Natur, Wildnis und Umwelt seit seinen Anfängen verändert hat. Dabei entstehen durchaus fatalistische Prognosen darüber, was der Menschheit bevorsteht, sollte sie nicht endlich umdenken und einen scharfen Kurswechsel einschlagen. Aber ein Sir David Attenborough lässt seine Zuschauer*innen nicht deprimiert zurück – und weckt auch Hoffnung auf eine Alternative.

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14 Gipfel: Nichts ist unmöglich (2021)

Hier geht es um die Beziehung zwischen Mensch und Natur in ihrer extremsten Form. Halb Doku, halb Abenteuerfilm, begleitet 14 Gipfel den nepalesischen Bergsteiger Nimsdai „Nims“ Purja auf alle Achttausender der Welt. Nims will die 14 Gipfel schneller erklimmen als alle anderen vor ihm. Am Ende brauchen er und die Crew seines „Project Possible“ nur gute sieben Monate. Zum Vergleich: Alpinpionier Reinhold Messner kostete die gleiche Unternehmung 17 Jahre! Man kann über die beeindruckenden Naturlandschaften und die schier übermenschliche Kraftanstrengung nur staunen. Dazu sind das sonnige Gemüt des Protagonisten und sein unzerstörbarer Optimismus so ansteckend, dass man ihn durch den Bildschirm anfeuern möchte. Ein beeindruckendes filmisches Zeugnis einer Ausnahmeleistung.

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Mein Lehrer, der Krake (2020)

Es heißt, Kraken seien so etwas wie die Aliens der Erde. Kein anderes Wesen ist dem menschlichen Organismus so unähnlich wie diese Spezies. Und doch erzählt dieser oscarprämierte Dokumentarfilm die faszinierende Geschichte einer Freundschaft zwischen Mensch und Krake: In einer Sinnkrise fängt der südafrikanische Filmemacher Craig Foster mit dem Tauchen an. Die geheimnisvolle Unterwasserwelt zieht ihn sofort in ihren Bann. Als er eines Tages die Bekanntschaft eines Oktopus-Weibchens macht, entwickeln die beiden schnell eine erstaunlich persönliche Beziehung. Täglich besucht der Taucher fortan seine achtarmige Freundin und lernt von ihr wichtige Lektionen für das Leben, auch über Wasser.

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Das Tier (2022, 2 Staffeln)

Einen ganz speziellen Blick auf unterschiedliche Tierarten in ihrem Lebensraum wirft die Serie Das Tier. Jede Folge dreht sich um eine Spezies. Nicht nur erzählerisch, sondern auch visuell kommen Zuschauende den tierischen Stars so nah wie noch nie. In Staffel eins begleiten wir Großkatzen, Hunde, Beuteltiere und Oktopusse, in Staffel zwei folgen Affen, Raubvögel, Hunde, Bären und Delfine. Im Originalton werden die Folgen allesamt von bekannten Hollywood-Schauspieler*innen erzählt, unter anderen von Bryan Cranston, Rebel Wilson, Rashida Jones und Andy Serkis.

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Das Leben in Farbe mit David Attenborough (2021, 1 Staffel)

Und noch einmal David Attenborough, diesmal in einer dreiteiligen Mini-Serie. Wie der Titel schon verrät, spielt Farbe eine entscheidende Rolle. Genauer gesagt: Wie Farben einsetzen, um in ihrem jeweiligen Lebensraum bestmöglich bestehen zu können. Neben der innovativen Filmtechnik, die jedes Bild zu einem Feuerwerk macht, wird man wieder einmal fast hypnotisiert von der so charaktervollen wie beruhigenden Aura und Erzählstimme dieses genialen Forschers und Filmemachers.

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Netflixwoche Redaktion