Gladbeck und The Billion Dollar Code beim Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet

Herzlichen Glückwunsch: Zwei Netflix-Produktionen wurden beim Deutschen Fernsehpreis 2022 ausgezeichnet. The Billion Dollar Code gewann in der Kategorie „Bester Mehrteiler“. Und die Filmeditorin Janine Dauterich freut sich über einen Preis in der Kategorie „Bester Schnitt Info/Dokumentation“ für Gladbeck: Das Geiseldrama.

Darum geht es in The Billion Dollar Code:

Zwei Hacker gegen das Imperium Google. Die beiden Freunde Carsten und Juri erfinden einen Algorithmus, der allen Internet-Usern etwas Unglaubliches eröffnet: das weltweit erste, komplett virtuelle, dreidimensionale Abbild der Erde. Sie nennen ihr Programm Terra Vision. Doch während sie an Terra Vision arbeiten, stellt Google eine Weltneuheit vor, die auf einem verdächtig ähnlichen Algorithmus beruht: Google Earth. Und Google hat kein Interesse daran, Carsten und Juri für ihre Erfindung zu bezahlen.

Die auf wahren Begebenheiten beruhende Miniserie The Billion Dollar Code erzählt die Geschichte zweier deutscher Computerpioniere, die als Erfinder des Google-Earth-Algorithmus gegen einen scheinbar unbesiegbaren Gegner um ihre Rechte kämpfen. Von der Hackerszene im Nachwende-Berlin der 1990er Jahre über das idealistische frühe Silicon Valley bis hin zur harten Realität eines millionenschweren Rechtsstreits.

Play embedded YouTube video

Darum geht es in Gladbeck: Das Geiseldrama:

Im August 1988 konnte Deutschland live im Fernsehen mitverfolgen, wie zwei Bankräuber vor der Polizei fliehen, wie sie Geiseln bedrohen und mit ihren Pistolen fuchteln und protzen. Die Presse schmeichelte den Tätern, zerrte verstörte Opfer vor die Kameras. Journalisten setzten sich sogar mit ins Fluchtauto. Am Ende der 54 Stunden langen Geiselnahme sind drei Menschen tot.

Die Doku Gladbeck: Das Geiseldrama erzählt diesen Fall. Das Besondere: Die Dokumentation verwendet keine Interviews, sondern schneidet die Originalaufnahmen aus den Achtzigern kunstvoll aneinander.

„Es gibt kein Voice-Over, keine Interviews, nichts“, erklärt Produzent Yan Schoenefeld  im Netflixwoche-Interview. „Wenn in Dokumentarfilmen Zeitzeugen interviewt werden, gibt es ja immer irgendeine Form der Interpretation, eine Meinung oder eine Entschuldigung, die dir als Zuschauer vorgelegt wird. Das wollten wir vermeiden. Damit der Zuschauer sich selbst ein Bild machen kann. Gladbeck betrifft uns schlussendlich alle. Als Zuschauer sind wir genauso schuld.“

Play embedded YouTube video
Play embedded YouTube video
Play embedded YouTube video
Play embedded YouTube video
Play embedded YouTube video
Play embedded YouTube video
Play embedded YouTube video
Play embedded YouTube video
Play embedded YouTube video
Netflixwoche Redaktion